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Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c7.s3.t1.3

Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c7.s3.t1.3

Language
German

c7.s3.t1.3

Von den elf Ganadharas, in deren Händen die Oberleitung der Gemeinde lag, gingen neun schon zu Lebzeiten des Meisters in das Nirvâna ein. Gautama Indrabhûti erlangte in der Nacht, in welcher Mahâvîra starb, die Allwissenheit und stand deshalb der Gemeinde nicht mehr als Lehrer des vom Tîrthankara Überlieferten vor; er wurde zwölf Jahre nach seinem Herrn erlöst. So war nur Sudharmâ noch übrig, um die Kirche zu leiten. Er übte dieses Amt bis zum Tode Gautama Indrabhûtis aus, dann wurde er selbst ein Kevalî und gab es an seinen Schüler Jambûsvâmî ab; er lebte dann noch acht Jahre, bis er in die Seligkeit einging. Jambûsvâmî stand der Kirche bis zum Jahre nach dem Tode seines Vorgängers vor, dann erlangte auch er die Allwissenheit und schließlich, 64 Jahre nach Mahâvîra, das Nirvâna. Mit ihm verließ der letzte Allwissende des Zeitalters die Welt, ging der letzte Heilige in die Seligkeit ein, fortan konnte niemand mehr die Vollendung erreichen.