Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c7.s5.t1.4
Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c7.s5.t1.4
- Language
- German
c7.s5.t1.4
Die großen shivaitischen Sänger der Tamilen, Nânasambandhar und Appar (7. Jahrh.) sowie Sundaramûrti (8. oder 9. Jahrh.), Mânikka-vâcakar (um 900) u. a. machten viele dem Jainaglauben abspenstig und führten sie dem Kulte Shivas zu. So soll Appar den Pallava-König Mahendravarmâ zum Shivaismus bekehrt haben, woraufhin dieser Jaina-Bauwerke in Kuddalor niederriß und Shiva-Tempel baute¹³. Unterstützung für ihre Bestrebungen fanden die Shaivas namentlich bei den Herrschern der Cola-Dynastie. Ihr Einfluß soll auch die Ursache davon gewesen sein, daß die Pândya-Könige von Madurâ, die bisher Jainas gewesen waren, sich dem Shivaismus zuwandten. Der Pândya-Herrscher Sundara (11. Jahrh.?), der mit einer Cola-Prinzessin, Schwester des Königs Râjendra verheiratet war, soll nämlich von seiner Gemahlin dem Shiva-Glauben gewonnen worden sein. Sundara wurde ein so fanatischer Shaiva, daß er alle seine früheren Glaubensgenossen, die nicht seinem Beispiel folgen wollten, mit der rücksichtslosesten Grausamkeit verfolgte. Nicht weniger als achttausend seiner Untertanen, die den Übertritt nicht vollziehen wollten, soll er zum Tode durch Pfählung verurteilt haben: die Marterung dieser Unglücklichen soll auf einigen Skulpturen an den Wänden des Tempels von Tivatùr in Nord-Arkot bildlich dargestellt sein¹⁴.