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Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c8.s2.t2.37

Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c8.s2.t2.37

Language
German

c8.s2.t2.37

Stark ausgeprägt ist das Jainatum bei propagandistischen Lehrgedichten wie der „Sammlung schöner Sprüche“ (Subhâshita-sandoha) des Digambara-Mönches Amitagati (geschrieben 994 A. D.). Amitagati schildert in diesem Werke die Vergänglichkeit aller Sinnenlust, beschreibt das Altern und Sterben, bekämpft die Leidenschaften Zorn, Stolz, Trug, Gier, warnt vor dem Genuß von Alkohol, Fleisch, Honig, vor dem Glücksspiel und dem Besuch von Hetären, und ermahnt zur Erfüllung der Vorschriften der Jaina-Religion. Der Reihe nach werden von ihm alle irdischen Genüsse vorgenommen und in ihrer Wertlosigkeit dargetan. Mit wie starken Realismen er hierbei arbeitet, zeigen die folgenden Proben, in welchen er als echter Asket gegen den Verkehr mit Frauen auftritt: