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Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c8.s3.5

Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c8.s3.5

Language
German

c8.s3.5

Eine besondere Note erhalten viele Inschriften durch die „Prashastis“ (Eulogien), in welchen hervorragende Männer oder Frauen in überschwänglicher Weise verherrlicht werden. Diese Prashastis sind zumeist in überaus kunstvoller Sprache abgefaßt und schwelgen in echt orientalischer Weise in Bildern und Vergleichen. So heißt es von einem König, er sei ein Stirnjuwel seiner Dynastie, ein Ohrring der Göttin der Rede, ein Mond, der die Wasser des Ozeans der Jaina-Lehre zum Schwellen bringe, eine Wunschkuh (der Freigebigkeit) für die Dichter, ein verheerendes Feuer für seine Gegner; von einer Fürstin wird gesagt, sie sei eine Spenderin des Glückes wie Lakshmî, eine Edelsteinmine von Vorzügen, ein Siegesbanner des Liebesgottes, ein rasender Elefant für die anderen Gemahlinnen ihres Gatten, und von einem Asketen heißt es, seine Füße würden selbst von den Göttern verehrt, durch seine Heiligkeit mache er die Welt zu einem segensreichen Wallfahrtsort, seine Rede sei den Ohren angenehm wie das Fächeln mit Yakwedeln, und sein himmelanstrebender Ruhm vermische sich mit den Strahlen des Mondes.