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Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c9.s2.t4.83

Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c9.s2.t4.83

Language
German

c9.s2.t4.83

Die beiden zuletzt genannten Arten des Wissens sind nur bei Menschen vorhanden, die den rechten Glauben haben. Die drei anderen Arten des Wissens können jedoch auch bei Ungläubigen vorkommen. Da aber das Wissen schlecht ist, solange es nicht vom rechten Glauben getragen wird, weil der Ungläubige „Seiendes und Nichtseiendes unterschiedslos und willkürlich auffaßt“, wird das Wissen der Ungläubigen als Ajnâna, „schlechtes Wissen, Unwissenheit“, bezeichnet. So kommen zu den obigen 5 Arten des Wissens noch 3 weitere hinzu, nämlich die negativen 3 ersten Wissensarten (Mati-, Shruta- und Avadhi-Ajnâna, letzteres heißt jedoch gewöhnlich Vibhanga-jnâna). Alle Wesen haben demnach solange „Ajnâna“, bis sie den rechten Glauben erlangt haben, aber „Jnâna“ vom Moment der Erreichung desselben an. Wesen, deren Glauben aus wahren und falschen Elementen besteht, haben teilweise Jnâna, teilweise Ajnâna.