Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c9.s2.t4.9
Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c9.s2.t4.9
- Language
- German
c9.s2.t4.9
Von diesen fünf Leibern ist jeder folgende feiner als der je vorhergehende, enthält aber mehr materielle Punkte als dieser, ist also dichter. Jedes Wesen, das im Sansâra wandelt, mithin auch dasjenige, das sich auf dem Wege von einer alten zu einer neuen Existenzform befindet, hat stets zwei Leiber: den feurigen und den Karma-Leib. Diese beiden Körper empfinden keinerlei Lust und Schmerz und besitzen keine Gliedmaßen. Für sie gibt es keinen Widerstand, sondern sie gehen durch alles, was ihnen entgegensteht, hindurch, so daß sie die ganze Welt durchmessen können und erst an ihren Grenzen Halt machen müssen. In einer Existenzform kann ein Wesen außer diesen beiden Leibern noch gleichzeitig im Höchstfalle zwei andere besitzen, doch treten Verwandlungsleib und Versetzungsleib nicht zusammen auf, und letzterer kommt nur in Gemeinschaft mit dem irdischen Leib vor. Von den fünf Leibern ist nur der irdische für gewöhnliche Menschen mit den Augen wahrzunehmen, doch besitzen sie sämtlich, wie alle materiellen Dinge, Geruch, Geschmack, Farbe und Fühlbarkeit.