Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c9.s3.t2.10
Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c9.s3.t2.10
- Language
- German
c9.s3.t2.10
Wer andere Wesen peinigt und tötet, übermäßig nach Besitz strebt und von lebenslänglichen Leidenschaften beherrscht wird, erlangt die Wiedergeburt in der Hölle und ein entsprechendes Lebensquantum (Âyus). Der Betrügerische, Hinterlistige, der dem Irrglauben nachgeht, sich der Sinnenlust ergibt und seine Sünden nicht beichtet, wird als Tier wiedergeboren, der Demütige, Aufrichtige, der nur in geringem Maße nach Besitz strebt und wenig andere Wesen schädigt, als Mensch. Einer, der den rechten Glauben besitzt, aber nur teilweise oder gar nicht Selbstzucht übt, einer, dessen Leidenschaften klein sind, ein Ketzer, der törichte Askese übt und einer, der unfreiwillig Karma tilgt, indem er ohne Absicht Hunger und Durst erträgt, Keuschheit übt, Mühsale erduldet, von Bergen stürzt, in Feuer und Wasser umkommt, — der erreicht ein für Götter geeignetes *Lebensquantum*.