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Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c9.s3.t2.37

Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c9.s3.t2.37

Language
German

c9.s3.t2.37

1. Darshana, Glaube an die Tîrthankaras, die rechten Lehrer und den Jaina-Glauben.
2. Vrata, genaue Befolgung der 12 Gelübde.
3. Sâmâyika, dreimalige Meditation täglich.
4. Poshadhopavâsa, Fasten am Vollmonds- und Neumondstag und am 8. und 14. Tag jeder Hälfte des lunaren Monats.
5. Sacitta-tyâga. Enthaltsamkeit vom Genuß von lebenden Wesen, d. h. nicht nur von Tieren, sondern auch von frischen Vegetabilien.
6. Râtri-bhukta-tyâga. Vermeiden jedes Essens und Trinkens zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang.
7. Brahmacarya. Vermeidung des Geschlechtsverkehrs, auch mit der eigenen Frau.
8. Ârambha-tyâga. Aufgeben aller weltlichen Betätigungen, die irgendwie die Verletzung lebender Wesen zur Folge haben könnten (wie Bau eines Hauses u. ä.).
9. Parigraha-tyâga. Aufgeben des Besitzes (durch Verteilung an Kinder oder andere), Verzicht auf die Dienste des Hausgesindes u. a.
10. Anumati-tyâga (Anumodana). Verzicht des Frommen auf regelrechtes, für ihn selbst hergestelltes Essen und Genuß nur von dem, was andere ihm geben, oder was übrig bleibt.
11. Uddishta-tyâga. Annahme der Mönchstracht und Aufsuchen eines Tempels oder der Einsamkeit, um dort ungestört zu meditieren.