Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c9.s3.t3.1
Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c9.s3.t3.1
- Language
- German
c9.s3.t3.1
Wenn im letzten Gunasthâna (S. 199) alles Karma vernichtet worden ist, dann steigt der Erlöste zum Gipfel der Welt empor. Dies geschieht durch die der Seele von Natur eigene, geradlinig nach oben gerichtete Bewegung (S. 152), die sich jetzt erst entfalten kann, weil die Stoffe nicht mehr da sind, welche durch ihre Schwere das natürliche Aufwärtsstreben der Seele hemmten oder seitwärts lenkten. So wie ein Flaschenkürbis, wenn er von allem Schmutz befreit ist, nicht mehr zu Boden sinkt, sondern zur Oberfläche des Wassers emporschnellt, so erhebt sich auch der Erlöste in einem Samaya bis zur Spitze des Weltalls. Hier bleibt er, denn über die Welt hinaus in die sie umgebende Nichtwelt zu gelangen, ist nicht möglich, weil in der Nichtwelt das Medium der Bewegung, der Dharma (S. 153), fehlt.