Pramāṇa · Search · About · API

Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c9.s5.t2.26

Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c9.s5.t2.26

Language
German

c9.s5.t2.26

Nâbhi und seine Gattin Marudevî hatten einen Sohn Rishabha (Vrishabha). Rishabha wurde der 1. Tîrthankara 57. Seine Geburt wurde durch die berühmten Träume angekündigt; als erstes Traumbild erschien jedoch entgegen der Regel — ein Stier (vrishabha oder rishabha); nach ihm wurde der Knabe genannt, als er geboren worden war. Rishabha wuchs in seinem Geburtsort Ayodhyâ oder Vinîtâ in kürzester Zeit zu einem schönen Jüngling heran und heiratete zwei Frauen; an der Hochzeit, die mit großem Gepräge begangen wurde, nahmen die Götter teil. Nach den Digambaras hießen die beiden Gattinnen Rishabhas Yashasvatî und Sunandâ und waren Schwestern von zwei Männern namens Kaccha und Mahâkaccha. Den Shvetâmbaras zufolge hießen Rishabhas Frauen Sumangalâ und Sunandâ, und zwar war Sumangalâ Rishabhas Zwillingsschwester, Sunandâ hingegen ein Mädchen, deren (ihr nach dem bisher herrschenden Brauch als Gatte bestimmter) Zwillingsbruder durch den Herabfall der Frucht einer Weinpalme ums Leben gekommen war. (Es war dies der erste gewaltsame Tod, der sich in dieser Weltperiode ereignete!) Von Sumangalâ hatte Rishabha einen Sohn Bharata, eine Tochter Brahmî sowie 98 Zwillingssöhne, von Sunandâ einen Sohn Bâhubali und eine Tochter Sundarî, im ganzen also 100 Söhne und 2 Töchter. Weil er — etwas in der Welt bisher nicht Dagewesenes — Zuckerrohr (ikshu) gegessen hatte, das ihm Shakra (Indra) dargeboten, erhielten seine Nachkommen den Namen Ikshvâku.