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Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c9.s5.t2.32

Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c9.s5.t2.32

Language
German

c9.s5.t2.32

Bharata ließ auf den Ashtâpada einen Tempel des Rishabha errichten, und ebenso in Shatrunjaya. Durch den Tod seines Vaters und seiner meisten Verwandten, die ebenfalls die Erlösung gefunden, fühlte er sich aber schließlich vereinsamt und wurde des Weltlebens überdrüssig. Als ihm einst, als er prachtvoll geschmückt auf seinem Thron saß, ein Ring von einem Finger fiel und er sah, wie unansehnlich letzterer ohne Geschmeide war, erkannte er die Häßlichkeit und Wertlosigkeit des Leibes und wurde der völligen Verschiedenheit von Seele und Leib inne. Er entsagte darum der Herrschaft und gab sich frommer Meditation hin. Niemand hatte ihn geweiht, Indra aber ließ ihn selbst die fünf Haarsträhnen sich ausreißen und versah ihn mit dem Büßergewande. Als Bharata alles Karma vernichtet, erlangte er die Allwissenheit und auf dem Ashtâpadaberge die Erlösung, über 8 400 000 Pûrvajahre alt.