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Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c9.s5.t2.38

Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c9.s5.t2.38

Language
German

c9.s5.t2.38

Ein Neffe Ajitas, Sohn von Jitashatrus Bruder Sumitravijaya und seiner Gemahlin Yashomatì, war Sagara, der 2. Cakravartî⁶¹. Als Ajita Mönch geworden, wurde ihm das Königtum übertragen, das er mit so großem Erfolg verwaltete, daß er sich ganz Bharata unterwarf und zum Weltbeherrscher gesalbt wurde. Sagara hatte 60 000 Söhne. Diese durchzogen einst mit einem großen Heere die Lande und gelangten zu dem edelsteingeschmückten Tempel, den Bharata auf dem Ashtâpada-Berge errichtet hatte. Als Jahnu, der älteste der Brüder, die Schätze des Heiligtums sah, bedachte er mit Furcht, daß bei der fortschreitenden Verschlechterung der Sitten böse Menschen später die Kostbarkeiten rauben könnten. Er beschloß daher, zum Schutze des Caitya mit seinen Brüdern einen großen Graben um dieses zu ziehen. Mit Hilfe des Stabkleinods wurde die Erde bis in ihre untersten Tiefen hin umgegraben. Dadurch wurden die Wohnungen der Schlangengeister zerstört, die unter der Erde hausten. Der Schlangenkönig machte Jahnu darauf Vorhaltungen, verzieh den Brüdern aber, als er von dem guten Zwecke, den sie verfolgten, hörte. Als Jahnu jedoch dann den Graben mit Wasser aus dem Ganges füllen ließ und damit eine Überschwemmung in der Schlangenstadt anrichtete, ergrimmte der Schlangenfürst und sandte seine Heerscharen aus; und diese verbrannten die 60000 Jünglinge mit ihren giftigen Blicken zu Asche.