Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c9.s5.t2.44
Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c9.s5.t2.44
- Language
- German
c9.s5.t2.44
Sumati, der 5. Tîrthankara, erblickte ebenfalls in Ayodhyâ (Sâketa) das Licht der Welt. Seine Eltern waren König Megha und Königin Mangalâ. Sein Name nimmt Bezug auf ein Ereignis, das sich vor seiner Geburt zutrug und bei welchem seine Mutter Zeugnis von außergewöhnlich scharfem Verstande (su-mati) ablegte. Ein reicher Mann war gestorben und hatte zwei Frauen und einen Sohn hinterlassen. Jede dieser Frauen nahm den Sohn als ihren eigenen für sich in Anspruch. Da sie sich nicht friedlich einigen konnten, trugen sie dem Könige ihren Rechtsstreit vor. Der König vermochte den schwierigen Fall nicht zu entscheiden und fragte die Königin um Rat. Diese gebot, den Knaben gleich allem übrigen Besitz in zwei Teile zu zerlegen und jeder Frau die Hälfte von ihm zu geben. Die wahre Mutter erklärte darauf, sie verzichte lieber auf Sohn und Erbe, als daß sie dulde, daß der Knabe getötet werde; das andere Weib hingegen verhielt sich gleichgültig. Da wurde das Kind der ersteren zugesprochen⁶². Sumati führte das typische Leben eines Tîrthankara und starb schließlich erlöst auf dem Sameta-Berge, 4 000 000 Pûrva-Jahre alt, 9 Kotis von Lâkhs von Sâgaropamas nach seinem Vorgänger.