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Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c9.s5.t2.74

Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c9.s5.t2.74

Language
German

c9.s5.t2.74

Shânti, der 5. Cakravartî und 16. Tîrthankara, war ein Sohn des Königs Vishvasena von Hastinâpura und der Königin Acirâ. Weil er schon im Mutterleib das Volk von allem Unheil befreit hatte, wurde ihm der Name Shânti (Ruhe, Frieden) zuteil. In königlicher Pracht wuchs er heran und heiratete die schöne Yashomatî. Diese sah einst im Traum, wie ein Cakra (Diskus) in ihren Mund einging. Er erklärte ihr darauf, dies sei Dridharatha, sein Bruder in einer früheren Geburt, der aus dem Sarvârthasiddha-Himmel herabgestiegen sei, um als sein Sohn wiedergeboren zu werden. Damals habe er selbst als Megharatha einem hungrigen Falken sein eigenes Fleisch zum Fraße dargeboten, um so eine Taube zu befreien, und habe durch diese religiöse Handlung seine gegenwärtige Stellung erlangt. Der angekündigte Sohn wurde dann nach einiger Zeit geboren und Cakrâyudha genannt. Shânti regierte sein Land voll Kraft und eroberte die ganze Welt, Arier und Barbaren gleicherweise seinem Szepter unterwerfend. In seiner Hauptstadt wurde er feierlich zum 5. Cakravartî gesalbt. Als er 25 000 Jahre geherrscht, entsagte er der Welt und übergab Cakrâyudha die Herrschaft. Zum Tîrthankara geworden, machte er Cakrâyudha zu seinem Hauptschüler, nachdem dieser seinen Sohn Kavacahari zu seinem Nachfolger eingesetzt hatte. Im Alter von 100 000 Jahren wurde er auf dem Sameta-Berge erlöst, 3 Sâgaropamas weniger ¾ Palyopama nach Dharma.