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Die Religion des Veda c5.s5.15

Die Religion des Veda c5.s5.15

Language
German

c5.s5.15

Beiläufig möchte ich hier auch noch wenigstens auf die Möglichkeit hinweisen, daß eine gemeinsame Darstellungsform sich in den lehrhaften Aufzählungen folgender Art erhalten hat. Auf iranischer Seite Yasna 10, 16: „Fünf Dingen gehöre ich; fünf Dingen gehöre ich nicht. Dem guten Gedanken gehöre ich; dem bösen Gedanken gehöre ich nicht. Dem guten Wort gehöre ich; dem bösen Wort gehöre ich nicht;“ usw. Ganz ähnlich stehend in den buddhistischen Texten, z. B.: „Ein mit fünf Eigenschaften versehener Mönch darf nicht die Weihe vollziehen ... Seine Moralität ist nicht vollkommen. Seine Kontemplation ist nicht vollkommen usw. Ein mit fünf Eigenschaften versehener Mönch darf die Weihe vollziehen ... Seine Moralität ist vollkommen“ usw. (Vinaya Piṭaka, Mahâvagga I, 36). Oder: „Es gibt eine unberechtigte Versagung der Beichte, eine berechtigte. Es gibt zwei ... drei (und so fort bis zehn) unberechtigte Versagungen der Beichte, zehn berechtigte“ (folgt Aufzählung, immer mit Gegenüberstellung von Gegensätzen; Cullavagga IX, 3). Ähnliches sehr häufig. — Man vergleiche auch noch Vendîdâd 13, 44: „Der eine Hund läßt sich mit acht Leuten vergleichen: er hat das Wesen eines Priesters, das Wesen eines Kriegers“ usw. (folgt nähere Ausführung), und dazu buddhistische Parallelen wie die folgende (s. meinen „Buddha“ ⁶S. 213): „Sieben Gattinnen gibt es, die ein Mann haben kann. Welche sieben sind das? Die einer Mörderin gleicht, die einer Räuberin gleicht, die einer Herrin gleicht“ usw.

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