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Die Religion des Veda c6.s1.97

Die Religion des Veda c6.s1.97

Language
German

c6.s1.97

Besonders tritt selbstverständlich bei den Tieren, die als ominös angesehen wurden, der Zusammenhang mit den sie aussendenden Göttern hervor. Der Raubvogel, der sich mit Fleisch im Schnabel niederläßt, ist „ein grauses Blitzgeschoß gottgesendet“; der schon im Ṛgveda erwähnte „Vogel, der in der Himmelsgegend der Väter (dem Süden) schreit“, wird als von den Vätern ausgesandt verstanden werden dürfen; das Hyänenweibchen heult „angetrieben oder aus eigenem Willen“; die Eule ist der „Vogel der zur Wohnung der Götter geht“ und „Bote der bösen Geister“; das „Raubtier mit blutigem Maul, das blutbeschmierte“ und der „Geier der bei den Leichen haust“ sind „Boten Yamas“ oder „Boten Yamas und Bhavas“. Berücksichtigen wir den Glauben an das Erscheinen unheimlicher Geisterwesen in Tiergestalt, so liegt die Vermutung nahe, daß diese gottgesandten Tiere einmal in sich selbst dämonische Natur trugen und erst später Diener göttlicher Auftraggeber geworden sind¹). —-