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Die Religion des Veda c7.s1.12

Die Religion des Veda c7.s1.12

Language
German

c7.s1.12

Von Geburten oder Formen des Agni werden bald zwei genannt, bald die beliebte Dreizahl; auch längere Aufzählungen finden sich. Die mehrfach ihm beigelegte Bezeichnung „der zweigeburtige“ bezieht sich auf seine himmlische und seine irdische Natur: „Wir wollen dir dienen, Agni, in deiner höchsten Geburt; mit Lobliedern wollen wir dienen an der niederen Stätte.“ „Uns höre Agni mit seinen häuslichen Angesichtern, mit seinen himmlischen höre uns der nie Ermattende.“ „Seinen Sitz nimmt er auf den unteren Flächen, auf den oberen Flächen nimmt ihn Agni¹).“ Derselben Anschauung stehen auch die Äußerungen nah, die — mit oder ohne ausdrückliche Gegenüberstellung des von den Menschen entflammten — den von den Göttern entflammten Agni nennen²). Auch wenn es heißt: „Ob du, Agni, himmelgeboren, ob du wassergeboren bist, Krafterzeugter, dich rufen wir mit Gebeten“ (VIII, 43, 28), scheint dieselbe Zweiheit¹ des himmlischen und irdischen Feuers zu verstehen; wir werden bei der Betrachtung der Geburt Agnis aus den Wassern sehen, daß bei diesen vornehmlich an die irdischen Gewässer gedacht ist.

Cites (1)