Die Religion des Veda c7.s1.42
Die Religion des Veda c7.s1.42
- Language
- German
c7.s1.42
Die Vorstellung von dem in den Wassern weilenden, „in das Meer sich kleidenden“, „den Samen der Wasser belebenden“ Agni tritt nun aber doch im ganzen Veda hervor. Eine schon oben (S. 109) erwähnte Stelle läßt Varuṇa „im Herzen den Willen, im Wasser den Agni, die Sonne am Himmel“ schaffen; das Wasser wird also im selben Sinn als Agnis eigentliche Heimat angesehen wie der Himmel Heimat der Sonne ist²). Man fühlt auch wohl, daß der Dichter hier einen in ihm selbst lebenden, für ihn anschaulichen Gedanken ausspricht, nicht unverständlich Gewordenes wiederholt. So wird es eine andere Vorstellung als die des Blitzes sein, die der vedischen Zeit bei der Wasserheimat des Agni in erster Linie vorgeschwebt hat.