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Die Religion des Veda c7.s1.74

Die Religion des Veda c7.s1.74

Language
German

c7.s1.74

Es gibt noch andere Entstehungs- und Daseinsformen des Agni, deren aber kaum mehr als vorübergehende Erwähnung geschieht. Wie mit der Sonne, so wird er ganz vereinzelt auch mit dem Mond identifiziert. Er wohnt in den Steinen, wird aus den Steinen geboren¹): offenbar der aus dem Feuerstein kommende Funke. Er wohnt (als animalische Wärme, vielleicht auch als Helligkeit des Bewußtseins) in den Menschen — „von unserem Herzen aus blickt der Vielgeburtige“ — und ebenso in Rindern und Rossen, in Vögeln und Wild, in allem Zweifüßigen und Vierfüßigen²). Er wohnt in der Erde, die schwanger mit Agni genannt wird³), vielleicht indem man das im Holz enthaltene Feuer nicht nur als mit dem Wasser an diese Stelle gelangt, sondern auch als aus dem Boden in die erdentwachsenen Bäume aufsteigend dachte. Schließlich konnte der an so vielen Orten hausende Gott als überall verbreitet vorgestellt werden als „Sproß des Ruhenden, Sproß des Beweglichen“, als „Sproß alles Daseienden“⁴), als eine im Innern alle Dinge ruhende Kraft des Lebens. —