Die Religion des Veda c7.s2.154
Die Religion des Veda c7.s2.154
- Language
- German
c7.s2.154
Sehr sichtbar kreuzen sich hier die beiden Vorstellungskreise des alten indoeuropäischen Himmelstrankes und des jüngeren indoiranischen Bergsoma. An einer Reihe von Stellen erscheint der Berg als Heimat des Soma. Vom Weltordner Varuṇa wird gesagt: „In den Wäldern breitete er die Lüfte aus, in den Rossen rasche Kraft, in den Kühen Milch. In den Herzen hat Varuṇa den Willen geschaffen, in den Wassern Agni, am Himmel die Sonne, den Soma auf dem Felsen“ (V, 85, 2). Und in einem Lied an die beiden göttlichen Opferpatrone Agni und Soma: „Den einen (nämlich Agni) brachte Mātariśvan vom Himmel²); den anderen raubte der Adler vom Felsen“ (I, 93, 6). Aber ebenso bestimmt, wie hier, der Wirklichkeit entsprechend, der Berg, ausdrücklich vom Himmel unterschieden, als Heimat des Soma betrachtet wird, nennen andere Stellen den Himmel.
Linked texts (1)
- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit