Die Religion des Veda c7.s2.25
Die Religion des Veda c7.s2.25
- Language
- German
c7.s2.25
von seinen Bundesgenossen bleiben die Maruts treu an seiner Seite und auch Visnu, der in drei Schritten das Weltall durchschreitende Gott: „da sprach Indra, als er Vṛtra schlagen wollte: „Freund Visnu, schreite weiter aus.“ Es scheint, daß Indra in der eigentlichen Gestalt des Mythus nicht als Wagenkämpfer zur Vṛtraschlacht fährt; eine solche sozusagen moderne Ausmalung ist der Erzählung, ursprünglich wenigstens, wohl fremd. Wie er den Vajra in den Arm nimmt die Schlange zu töten, erheben Berge, Kühe, Priester ermunternden Zuruf. Von Vṛtra, wie er den Todesstreich erleidet, ist bald als Schlafendem die Rede, bald auch wird sein Schnaufen erwähnt und, wie es in dem oben mitgeteilten Liede heißt, Blitz und Donner, Nebel und Schlossenwetter, das er hervorbringt. Indra spaltet ihm mit dem Vajra das Haupt, oder er zerbricht ihm alle Gelenke. Vor dem Brüllen des getroffenen Feindes erschrickt der Himmel. Indras Waffe öffnet das Euter des Berges; die Flüsse rinnen zum Meer wie Vögel zu ihrem Nest fliegen, wie Wagen im Wagenrennen um den Kampfpreis. Dem Sieger jauchzen die Götter zu; die Götterfrauen weben ihm ein Preislied ¹). Und der Gewinn der Wasser erweitert sich zum Gewinn alles glänzenden Lichts. Wie der oben mitgeteilte Hymnus den Gott, als er die Schlange geschlagen, Sonne, Himmel, Morgenröte erzeugen läßt, heißt es an anderen Stellen ²): „Als du mit deiner Kraft, Indra, Vṛtra geschlagen hattest, die Schlange, da ließest du die Sonne am Himmel aufsteigen, daß man sie schauen möchte.“ „In den Armen trugst du den ehernen Vajra; du hieltest am Himmel die Sonne fest, daß man sie schauen möchte.“ Und ein Dichter ruft Indra zu: „Töte Vṛtra, gewinne die Sonne!“ —
Linked texts (1)
- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit