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Die Religion des Veda c7.s2.35

Die Religion des Veda c7.s2.35

Language
German

c7.s2.35

³ Hillebrandt (Ved. Myth., Kl. Ausg. 85) freilich, der den Vajra als den Donnerkeil anerkennt, will daraus doch über das Wesen des Mythus nichts schließen. „Wir sehen den Donnerkeil ebenso in der Hand des indischen Bṛhaspati, des iranischen Mithra, des griechischen Zeus.“ Ich begnüge mich damit, von dem indischen unter den hier genannten Göttern zu sprechen. Soviel ich sehe, kann nur Ṛv. I, 40, 8, Av. XI, 10, 12. 13, s. auch v. 10 (Hillebrandt, Ved. Myth. I, 410) in Betracht kommen. Aber ist an der ersten Stelle (und überhaupt im ganzen betreffenden Pragatha) von Bṛhaspati und nicht vielmehr vom menschlichen Frommen die Rede (vgl. meine Note zu der Stelle)? An der zweiten hat Bṛhaspati einen zauberkräftigen Vajra zubereitet — begreiflich, daß der göttliche Priesterzauberer das tut. Können solche Äußerungen daran rütteln, daß der eigentliche Herr des V. doch eben Indra, nur Indra ist? Könnten sie es, ließe sich mit demselben Recht auf Grund von Ṛv. VI, 16, 14 usw. sagen, daß der Vṛtrasieg so gut Agni wie Indra gehört.

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