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Die Religion des Veda c7.s2.68

Die Religion des Veda c7.s2.68

Language
German

c7.s2.68

Die Gewinnung des Lichts. Die Gewinnung von Licht, Sonne, Morgenröte, die in dem eben besprochenen Mythus mit der Auffindung der Kühe verknüpft ist, wird häufig auch unabhängig von dieser Tat Indra beigelegt. Er hat die Sonne am Himmel befestigt, hat sie leuchten lassen; er hat den Himmel mit seinen Stützen festgestellt, die Weiten der Erde ausgebreitet. So erscheint er als Vollbringer der Werke und Begründer der Ordnungen, die auch auf Varuna zurückgeführt werden ¹): kaum zweifelhaft, daß wir hier einer jüngeren Schicht der auf Indra bezüglichen Vorstellungen begegnen, als in der wilden, ungefügen Krafttat der Drachentötung. Schwerlich knüpft das alles an die Naturbedeutung des Gewittergottes an, insofern dieser das im Gewitter Himmel und Erde umhüllende dunkle Chaos entwirrt und den Anblick der Sonne den Menschen wiedergibt ²). Wahrscheinlich ist es allein oder doch vornehmlich Indras allüberragende Kraft, um deren willen eben ihm diese Taten beigelegt werden. Muß es nicht der Stärkste aller Starken gewesen sein, der die größten Güter den Feinden abgerungen und dem Menschen gegeben, der die mächtigsten Wesenheiten wie Sonne und Himmel an ihre Stelle gesetzt hat? —