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Die Religion des Veda c7.s2.7

Die Religion des Veda c7.s2.7

Language
German

c7.s2.7

² Daß das Appellativum „Feind“ vom Eigennamen Vṛtra verallgemeinert sei (wie wir sagen: ein Cato, ein Catilina), ist schon wegen des neutralen Geschlechts von *vṛtra* „Feind“ unannehmbar. — Übrigens ist in der Sprache des Ṛgveda *vṛtrá* „der Feind“ kein vollkommen lebendiges Wort mehr. Ich glaube nicht, daß es je ohne Seitenblick auf den Dämon Vṛtra gebraucht wird: ganz überwiegend so, daß als Besieger des Feindes oder der Feinde Indra (oder die eigenen Mannen mit Indra verbündet) erscheint, der dann gedacht wird als die Feinde tötend wie er Vṛtra getötet hat. Das stehende Verb dabei ist *han*, auch auf den *vṛtrahan* hindeutend (vgl. z. B. VI, 73, 2, wo es heißt *ghnan vṛtrāṇi, jayan chatrūn, amitrān sahan*). Ohne Mitspielen dieser Anklänge, im alltäglichen Sinn ist „Feind“ im Ṛgveda *śatru* oder *amitra*. Man betrachte etwa die Ausdrücke in VI, 75; daß dort statt der genannten Worte *vṛtra* nicht am Platze wäre, wird ein Vedakenner empfinden.

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