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Die Religion des Veda c7.s2.75

Die Religion des Veda c7.s2.75

Language
German

c7.s2.75

Durch den ganzen Ṛgveda ziehen sich Erwähnungen der Dāsa (Dasyu) als des Gegensatzes der Arier¹). Der indische Kämpfer, selbst Arier, hat es mit arischen und mit dasischen Feinden zu tun²); er betet: „Mögen wir Dāsa und Arier mit deiner Hilfe bezwingen“ (X, 83, 1); „wer gegen uns, vielgepriesener Indra, auf Kampf sinnt, der Gottlose, Dāsa oder Arier: die Feinde seien uns leicht überwindlich; durch dich mögen wir sie besiegen in der Schlacht“ (X, 38, 3). Meist aber ist von den Ariern als den Freunden, den Siegern, die Rede, zu denen die unterliegenden dasischen Feinde im Gegensatz stehen. „Du (Indra) hast die Dasyus bezwungen; du allein hast die Lande dem Arier errungen“ (VI, 18, 3). „Erkenne heraus die Arier und was die Dasyus sind. Dem der die Opferstreu breitet, unterwirf züchtigend die, welche keine Ordnungen bewahren“ (I, 51, 8). Und an einer anderen Stelle, die zu den letzten Worten den besten Kommentar gibt: „Indra mit seinen hundert Hilfen hat in den Kämpfen dem Opfernden geholfen, dem Arier, in allen Wettkämpfen . . . Dem Manu¹) hat er züchtigend unterworfen, die keine Ordnungen bewahren, die schwarze Haut“ (I, 130, 8). So lernen wir die Dāsas kennen als „die schwarze Haut“, die Dāsafrauen an einer anderen Stelle als „schwarzen Mutterschoß habend“ (II, 20, 7); eine weitere Eigenschaft der Dāsas ist, daß sie „nasenlos“ (V, 29, 10) d. h. doch wohl stumpfnäsig sind²). Ferner heißen sie in häufigen Äußerungen der Dichter „gottlos“, „nicht den Göttern dienend“, „nicht opfernd“, „nicht betend“, „nicht spendend“.

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