Die Religion des Veda c7.s2.81.2
Die Religion des Veda c7.s2.81.2
- Language
- German
c7.s2.81.2
Auch untereinander kämpfen die Arier, wie wir schon berührten (S. 150); die Spur dieser Feindschaften zeigt sich gelegentlich darin, daß derselbe Stamm oder König von den einen Liederdichtern als befreundet und siegreich, von den anderen als feindlich, als von Indra niedergeworfen genannt wird: und im selben Ton, im selben Zusammenhang wie von diesen Rivalitäten der Arier untereinander ist von den Kämpfen gegen die Dāsas die Rede¹). Es ist klar, daß wir uns hier wie dort auf demselben historischen Boden befinden. Was wir sonst noch von Details über die Taten hören, die Indra mit Ariern verbündet gegen die Dāsahäuptlinge vollbracht hat, fügt sich anschaulich in ein Bild irdisch-menschlicher Vorgänge ein. Der arische Führer oder Priester hat Indra vor dem Kampf angerufen: „Die Preislieder des Gaurivīti haben dich (Indra) stark gemacht. Den Pipru unterwarfst du dem Sohn des Vidathin. Zur Freundschaft führte dich R̥jiśvan²) heran, der dir Opferspeise kochte; seinen Soma trankst du.“ In den Kämpfen mit einem der Dāsas, mit Śambara, spielt das Gebirge eine Rolle, in dem dieser haust. Indra hat „Śambara, der in den Bergen wohnt, im vierzigsten Herbste gefunden“. „Den Dāsa, den Sohn des Kulitara, hast du Indra vom großen Berge herabgeschlagen, den Śambara.“ „Vom Berge hast du Śambara, den Dāsa, herabgeschlagen und hast Divodāsa gesegnet mit glänzenden Segnungen“³).