Die Religion des Veda c7.s3.29
Die Religion des Veda c7.s3.29
- Language
- German
c7.s3.29
Von Zeugnissen nun, die das Bild Varuṇas in Zügen aller Art dem des Ahura Mazda ähnlich zeigen, ist in der Tat Veda und Awesta voll. Wenige Andeutungen mögen genügen¹). Beide sind Herren und höchste Vertreter der Weltordnung, des Ṛta-Aša. Untrüglich, schlaflos durchschauen sie alles, die offenbaren wie die verborgenen Taten der Menschen. Sie haben die Welt geordnet, allen Wesen²) ihre Stelle angewiesen und ihre Wege vorgezeichnet. „Wer ist der Erzeuger, der Vater des Aša, der erste? Wer hat der Sonne und den Sternen den Weg gesetzt? Wer ist es, durch den der Mond wächst und abnimmt?“ — so fragt der zarathustrische Dichter, an Ahura Mazda denkend. Und der vedische sagt: „Der Sonne hat Varuṇa die Pfade geöffnet. Vorwärts eilten die Meeresgewässer der Flüsse, die Stuten (= Wasser) wie ein ergossener Erguß, der dem Ṛta folgt.“ „Untrüglich sind Varuṇas Gebote. Der Mond geht einher durch die Nacht blickend.“
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- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit