Die Religion des Veda c7.s3.71
Die Religion des Veda c7.s3.71
- Language
- German
c7.s3.71
„Die Flüsse,“ heißt es, „hat Aditis Sohn, der Ordner, strömen lassen; sie gehen ihren Weg nach dem Ṛta des Varuṇa.“ Himmel und Erde „fördern das Ṛta des Mitra“. Hier sprechen die Dichter vom Ṛta Varuṇas oder Mitras im selben Sinn wie von ihren Satzungen oder Geboten; das Ṛta ist etwas von diesen Göttern Herstammendes oder ihnen Gehöriges, wie sie auch selbst geradezu „die beiden Herren des Ṛta, des Lichts“ genannt werden. Anderseits werden sie mehr zu Vollstreckern, Verwaltern, höchsten Anhängern des Ṛta als zu seinen Herren gemacht, wenn sie „Wächter des Ṛta“, „Wagenlenker des Ṛta“, „Führer des Ṛta“ heißen, wenn von ihnen gesagt wird, daß sie „in des Ṛta Wohnung herangewachsen sind“. Man sieht, die Nuancen wechseln, in denen das Verhältnis Varuṇas und der ihm verbundenen Götter zum Ṛta sich zeigt; durchgehend aber ist, daß gerade sie in besonders enge Beziehung zu jener Potenz der Weltordnung gesetzt werden.