Die Religion des Veda c7.s3.9
Die Religion des Veda c7.s3.9
- Language
- German
c7.s3.9
Doch wir müssen noch bei den physischen Attributen dieser Götter verweilen. Im allgemeinen lassen sich diese in die Worte zusammenfassen: Himmel — Licht — Sonne²). Vom weiten Himmel her blicken Mitra und Varuṇa über die Welt. Am höchsten Himmel besteigen sie ihren Wagen. Sie besteigen ihren Thron beim Aufleuchten der Morgenröte, beim Aufgang der Sonne. Die Sonne ist Varuṇas Auge oder das Auge von Mitra und Varuṇa: „Auf geht das große Auge der beiden, Mitra und Varuṇa, das liebe, untrügliche.“ „Verehrung dem Auge des Mitra und Varuṇa ... dem weithin sichtbaren, gottgeborenen Glanz, dem Sohn des Himmels, der Sonne singt.“ Mitra und Varuṇa lassen die Sonne am Himmel emporsteigen; Varuṇa hat ihr die Wege geöffnet; oft ist in Liedern an die Ādityas vom Sonnenaufgang die Rede³). Ja die Sonne wird wie in der späteren Literatur so schon im Ṛgveda geradezu Āditya genannt¹). Es scheint, daß einmal²) als die beiden weißen, weithinschauenden (Augen? Diener?) des Varuṇa Sonne und Mond verstanden werden, und von Mond und Sternen ist als dem Befehl Varuṇas gehorchend die Rede in dem Verse: „Jene Bären³), die dort droben hingesetzt sind, die man nachts sieht, sie sind bei Tage fortgegangen, wohin auch immer. Untrüglich sind Varuṇas Gebote. Der Mond geht einher durch die Nacht blickend.“
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- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit