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Die Religion des Veda c7.s4.35

Die Religion des Veda c7.s4.35

Language
German

c7.s4.35

Und wie aus Meeresnot, so retten sie aus Bedrängnis aller Art. Als Ärzte befreien sie von Krankheit. Sie machen den Blinden sehend³, den Lahmen gehend. Sie verjüngen den Greis, geben der im Vaterhaus alternden Jungfrau einen Gatten, der Gattin des Hämlings ein Kind. Sie schützen den Schwachen, den Verfolgten, die Witwe; sie retten die Wachtel aus des Wolfes Rachen; sie schaffen dem von Gluten Gepeinigten Kühlung. Die an die Aśvin gerichteten Lieder sind voll vom Preis solcher Taten. Immer wird, der Weise der Hymnen entsprechend, nur kurz angedeutet, was gewiß jedem in voller Lebendigkeit bekannt war. Neben Indra sind die Aśvin die typischen Helden der Geschichten von göttlichen Gnadenerweisungen: Indra überwiegend da, wo es sich um Bezwingung von Feinden, die Aśvin, wo es sich um kampflose Errettung aus Ungemach handelt. Man soll diese Erzählungen nicht als mythischen Bericht von Naturvorgängen deuten, in denen der Morgenstern eine Rolle spielt. Der Schiffer in Seenot, die alternde Jungfrau, die Gattin des Hämlings sind Menschen, nichts als Menschen, in deren Schicksalen erfinderische Erzählerlust die Gnade der Gottheiten, die vor allen anderen Helfer aus Not und Elend sind, sich beweisen ließ.