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Die Religion des Veda c7.s6.113

Die Religion des Veda c7.s6.113

Language
German

c7.s6.113

Neben dem bisher betrachteten, anscheinend den Ausgangspunkt bildenden Walten der Gandharven im Luft- und Lichtreich aber werden sie auch in den verschiedensten anderen Naturgebieten waltend vorgestellt. Namentlich im Wasser. Yama sagt zu Yamī, der Urmann zu seiner Schwester, dem Urweibe: „Der Gandharva in den Wassern und die Wasserfrau, das ist unsere höchste Verwandtschaft und Verschwisterung.“ Und der Soma, den man bei seiner Zubereitung ins Wasser schüttet, wird „der Gandharva der Wasser“ genannt⁴), d. h. doch wohl der Dämon, der im Wasser nach Gandharvenart sein Wesen treibt. Hängt dieser Übergang des Himmelsgandharven zum Wassergandharven mit der Identität des himmlischen Wolkenwassers und der irdischen Gewässer zusammen? Oder ist es des Gandharven so häufig erwähntes Liebesverhältnis zur Wasserfrau, das auch ihn in der Region des Wassers heimisch werden läßt? Oder endlich ist hier der Begriff des Gandharven schon auf dem Wege, zu dem eines niederen göttlichen Wesens im allgemeinen zu verblassen, so daß er im Wasser so gut wie im Luftreich seinen Sitz haben kann ¹)?