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Die Religion des Veda c7.s6.139

Die Religion des Veda c7.s6.139

Language
German

c7.s6.139

Im Erdgrund wohnt der „Herr der Stätte“ (Vāstoṣpati) — offenbar an jeder Stätte ein eigener solcher göttlicher Herr —: ihn macht man sich geneigt, will man ein neues Haus beziehen¹). Man bittet ihn, alle Plagen zu verscheuchen, den Besitz an Rindern und Rossen zu mehren, langes Leben zu gewähren. „Herr der Stätte, Plagenvertreiber, der du in alle Gestalten eingehst: sei uns ein gütiger Freund“²). — Auf dem Acker herrscht der „Herr des Feldes“ (Kṣetrasya pati), dem man opfert oder Ehrfurcht bezeugt, wenn das Feld gepflügt wird³). Das Fruchtfeld (Urvarā) „das tennenbekränzte“, die Ackerfurche (Sītā) und ihre göttlichen Beschützer stehen auf der Grenze zwischen den Gebieten der Erd- und Vegetationsdämonen. — Auch die Berge sind göttlich beseelt, „die männlichen, festgegründet, der Nahrungsfülle froh“ (Ṛv. III, 54, 20). Wir hören wenig von ihrer Göttlichkeit, aber vermutet darf werden, daß, wenn der Ṛgveda (III, 53, 1) von Indra und Parvata spricht, die auf hohem Wagen zum Opfer fahren Segen bringend, „der Nahrungsfülle froh“, Parvata auch hier wie an der vorhergehenden unmittelbar benachbarten Stelle „Berg“ ist: hier ein Berggott, der anthropomorphisch gedacht als Genosse des mächtigsten Gottes auf dessen Wagen fährt⁴).

Cites (1)