Pramāṇa · Search · About · API

Die Religion des Veda c7.s6.151

Die Religion des Veda c7.s6.151

Language
German

c7.s6.151

ihn nicht"¹); auf den zurückbleibenden Baumstumpf goß man Opferbutter mit dem Spruch: „Herr des Waldes, wachse mit hundert Ästen; mögen wir mit tausend Ästen wachsen"²). Der abgehauene Pfahl wurde später gesalbt und mit einer aus Gras geflochtenen Binde umwunden³): wohl die Konsequenz allgemeinen Gebrauchs, Bäume, d. h. die Baumgeister in ihnen, so zu verehren; in den zugehörigen Texten (Ṛv. III, 8) wird der Pfahl denn auch beständig als „Waldesherr" angeredet. Die alte zum Tieropfer gehörige Litanei der Āprīhymnen, in denen beim Opfer tätige Genien angerufen werden, enthält an fester Stelle ein Gebet an den „Waldesherrn", er möge das Opfer zu den Göttern entlassen; auch hier ist der Waldesherr der Pfosten, der als beseeltes Baumwesen Patron des Opfers wird. — Wer einen neuen Wagen in Gebrauch nahm, fuhr damit um einen weitberühmten Baum herum, d. h. er brachte der Baumgottheit eine Huldigung dar⁴). — Hier sei auch an die schon oben (S. 255) erwähnte Verehrung der großen Bäume erinnert, an denen der Hochzeitszug vorüberkam. Wenn dabei die „Gandharven und Apsarasen, die in diesen Waldesherren wohnen", angerufen wurden, und wenn, wie wir sahen (S. 255), die mächtigsten Bäume als Häuser der Gandharven und Apsarasen galten, die dort ihre Spielplätze hatten, so kann solche Vermischung der nah verwandten Elfentypen, der Luftelfen und Wasserelfinnen mit den Baumelfen nicht befremden.