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Die Religion des Veda c7.s7.46

Die Religion des Veda c7.s7.46

Language
German

c7.s7.46

Beim Bestattungsritual werden uns die auch den Toten und seine Hinterbliebenen umlauernden bösen Geister begegnen. Ein anderes den Angriffen der Geister besonders ausgesetztes Gebiet ist das Opfer. Schon der Ṛgveda spricht von den „die Opferspeise an sich raffenden Yātus“, von den Zauberern (*rakṣásas*), „die Trug bereitet haben beim göttlichen Opfer“, und der Atharvaveda enthält den Spruch eines solchen Zauberers, der seines Feindes Opfer durch dämonischen Trug zu vereiteln sucht: „die Yātudhānas, Nirṛti und das Rakṣas, die mögen seine Wahrheit durch Trug vernichten“²). Dementsprechend begleiten denn auch das Opfer von Anfang bis Ende Sprüche und Handlungen, die sich auf Abwehr der Dämonen beziehen. — Wie dem Menschen selbst, schaden die Geister und ihre Anstifter natürlich auch dem Vieh; sie trinken den Kühen die Milch weg und zehren vom Fleisch der Pferde³); auch das Haus wird von geisterhaften Feinden angegriffen; spaltet sich ein Hauptbalken, so hat sich ein Bote des Todes auf ihn niedergelassen⁴). Jeder Augenblick des Lebens, jede Handlung, jeder Besitz ist so von Scharen unsichtbarer Feinde, den Bundesgenossen menschlicher Unheilstifter, bedroht.