Pramāṇa · Search · About · API

Die Religion des Veda c7.s8.27

Die Religion des Veda c7.s8.27

Language
German

c7.s8.27

Weiter tritt im Veda als erster Mensch Manu oder Manus („Mensch“) auf. „Der Vater Manu“ ist das in der Vedazeit durchaus lebendige Exemplar dieses Typus¹), während Vivasvant im Abblassen begriffen ist und bei Yama hinter der Vorstellung des Totenbeherrschers die des ersten Menschen — vielleicht wegen der Verknüpfung mit dem Gedanken an den Inzest (S. 280) — stark zurücktritt. Ganz wie bei Vivasvant hebt sich auch bei Manu die sakrifikale Seite des Urmenschen besonders hervor. Wie die „Stätte des Vivasvant“ ist es die „Wohnung des Manu“, in welcher der vedische Priester das Opfer, bei dem er selbst fungiert, als vor sich gehend denkt²). Das Opfer des Manu ist Prototyp des gegenwärtigen Opfers. Indra trinkt Manus Soma, drei Teiche voll, sich zum Vṛtrakampf zu stärken (V, 29, 7). Agni ist der von Manu eingesetzte, von Manu entflammte; man bittet ihn beim gegenwärtigen Opfer seines Amtes zu walten wie er es für Manu getan hat, als dieser die Götter „mit der ersten Opferspende verehrt hat, entflammten Feuers, (aufmerksamen) Geistes, mit den sieben Priestern“³) (X, 63, 7)⁴).

Linked texts (1)