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Die Religion des Veda c8.s1.34

Die Religion des Veda c8.s1.34

Language
German

c8.s1.34

In der Tat liegt an einer Anzahl von Stellen des Ṛgveda deutlich die Auffassung vor, daß das im allgemeinen dort als Spendung und Huldigung verstandene Opfer doch den Gott durch eine Art magischen Zwanges gefangen nimmt, ihn dem Opferer unterwirft. So heißt es¹): „Wenn ihn (Indra) auch andere als wir mit Kühen²) wie Scharen (von Jägern) das Wild jagen, mit Milchkühen ihm auflauern“ (VIII, 2, 6). Zu Indra sagt ein Priester, der ihn zu seinem Opfer einlädt: „Mögen nicht andere dich bei sich festhalten wie die Vogelsteller den Vogel“ (III, 45, 1). In bezug auf Agni, dessen sichtbarer Körper ja in der Tat der Gewalt des Menschen unterworfen ist, heißt es einmal: „Über einen solchen Agni, den Gnädigen mit scharfem Gebiß, möge der Sterbliche herrschen“ (IV, 15, 5). Endlich eine Stelle, die zwar nicht das Opfer, aber die Verehrung (*namas*) als eine selbst über die Götter hinausreichende Macht hinstellt. Ein Dichter spricht, der den Ādityas seine Verehrung darbringt, um von Schuld frei zu werden: „Gewaltig ist die Verehrung. Die Verehrung mache ich mir geneigt. Die Verehrung trägt Himmel und Erde. Verehrung den Göttern! Die Verehrung herrscht über sie. Auch die begangene Schuld mache ich gut durch Verehrung“ (VI, 51, 8).

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