Die Religion des Veda c8.s10.110
Die Religion des Veda c8.s10.110
- Language
- German
c8.s10.110
² Ich kann hierin (im Unterschied von Kirste, Indogerm. Gebräuche beim Haarschneiden [aus den *Analecta Graeciensia*; 1893]) nichts sehen als die Fiktion, daß man nicht das Haar verletze, sondern nur das Gras. An das Gras wird der Spruch gerichtet: „Kraut, beschütze ihn;“ an das Messer: „Axt, verletze ihn nicht“: zwei Sprüche, die sich ebenso beim Umhauen des zum Opferpfahl bestimmten Stammes (Schwab, Tieropfer 6) und beim ersten Schnitt in den Körper des getöteten Opfertiers (ebendas. 111 f.) finden, beidemal offenbar in derselben Absicht, das Odium des Verletzens vom Vollzieher abzuwenden. Vgl. Śatapatha Br. III. 6, 4, 10; 8, 2, 12.
Linked texts (1)
- Śatapathabrāhmaṇa — Yājñavalkya & Śāṇḍilya (Vedic teacher), Sanskrit