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Die Religion des Veda c8.s10.127

Die Religion des Veda c8.s10.127

Language
German

c8.s10.127

Schon die awestische Umgürtung mit der heiligen Schnur, durch die der Fünfzehnjährige in die Gemeinde der Zarathustrier aufgenommen wird³), verbürgt, indem sie sich als gemeinsamen Ursprungs mit dem Upanayana erweist, dessen Herkunft aus vorvedischer Vergangenheit. Weiter aber finden wir wesentlich gleichartige Riten geradezu über die Erde verbreitet bei den Naturvölkern wieder. Es handelt sich um die Aufnahmefeier des heranwachsenden Knaben in die Gemeinschaft der Männer bei Erreichung der Pubertät⁴). Ganz wie beim vedischen Upanayana findet sich bei den verschiedensten Völkern auf diesen Akt die Vorstellung einer zweiten Geburt angewandt⁵). Riten stellen dar, daß das alte Leben untergeht, der Knabe getötet wird⁶). Nun fängt ein neues Leben an. Vielfach wird dem zu Weihenden ein neuer Name gegeben. Als ein Wiedergeborener tritt er in die Kenntnis der Geheimnisse der Erwachsenen ein. Vielfach ist diese Weihung mit Tabus mannigfacher Art in bezug auf Speisegenuß verbunden wie in Indien; das Umlegen des Gürtels kehrt häufig ganz wie im vedischen Ritual als Bestandteil der Pubertätsweihe wieder; auch das Erteilen gewisser Verhaltungsmaßregeln, das beim vedischen Upanayana begegnet, ist ein verbreiteter Zug.