Die Religion des Veda c8.s10.153
Die Religion des Veda c8.s10.153
- Language
- German
c8.s10.153
⁷ „Vieräugige Hunde“ (vieräugig offenbar als Ausdruck für gesteigerte Sehkraft) treten auch als Hunde des Totengottes auf. Sie finden sich als geisterverscheuchende oder geistersichtige Tiere (vgl. Atharvaveda IV, 20, 7, wo das Zauberkraut, das geistersichtig macht, „das Auge der vieräugigen Hündin“ genannt wird) in Iran wie bei anderen indoeuropäischen Völkern (s. E. H. Meyer, Deutsche Lit. Zeitung 1892 Sp. 1105). Vielleicht hatte die Tötung dieses Hundes bei der Weihe des Opferrosses ursprünglich, abweichend von der im vorliegenden Ritual ihr beigelegten Deutung, den Zweck, dem Roß Schutz gegen geisterhafte Nachstellungen mitzugeben; darum mußte er an dieses heranschwimmen. Vgl. zu all dem noch meine Bemerkungen Arch. f. Rel. VII, 226 Anm. 1.
Linked texts (1)
- Atharvavedasaṃhitā — Atharvan & Aṅgiras, Sanskrit