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Die Religion des Veda c8.s10.24

Die Religion des Veda c8.s10.24

Language
German

c8.s10.24

Hier müssen unter den auf den Jahreslauf bezüglichen Riten weiter Reste von Sonnwendgebräuchen, genauer von Gebräuchen der Wintersonnenwende erwähnt werden¹). Sie erscheinen in der Überlieferung im Zusammenhang eines das Jahr durchziehenden, den Sonnenlauf begleitenden Zyklus von Somaopfern. So sind sie in den Rahmen des Somarituals hineingespannt und mit dessen exklusiv priesterlichem Zeremoniell wenn auch nur oberflächlich verwoben. „Man schlägt die Trommeln. (Der Priester) schlägt die Erdpauke. Lärmmacher machen Lärm“²): offenbar handelt es sich um Verscheuchung der in der dunkelsten Jahreszeit besonders mächtigen Geister und Totenseelen. Um ein weißes, rundes Fell, das die Überlieferung mit Recht als Abbild der Sonne erklärt³), rauft ein Arier mit einem Śūdra; der Śūdra muß es loslassen und fortlaufen; der andere schlägt ihn mit eben jenem Fell nieder. Der Sinn scheint klar: die Sonne ist in Gefahr den dunkeln Mächten anheimzufallen, aber es gelingt, sie dem arischen Volke zu erhalten. Auf die Sonne, die im Ṛgveda (VII, 87, 5) „die goldne Schaukel am Himmel“ genannt wird, scheint es auch zu gehen, daß einer der Priester auf einer Schaukel zu sitzen hat⁴). Er berührt mit der Spanne der rechten Hand Schaukelbrett und Erde und spricht: „Der Große vereinte mit der Großen“: man vermißt das Objekt¹), aber irgendwie schwebt doch vielleicht die Vorstellung vor, daß die Sonne ihren niedrigsten, der Erde nächsten Stand erreicht hat. Andere Gebräuche, die zum Sonnenlauf in keiner direkten Beziehung stehen, kommen hinzu. In einem umhegten Raum auf dem Opferplatz übt man Beischlaf. Man durchschießt ein Kuhfell mit Pfeilen. Um ein Feuer tanzen Mädchen mit gefüllten Wasserkrügen, die sie schließlich ins Feuer ausgießen. Sie singen:

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