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Die Religion des Veda c8.s10.3

Die Religion des Veda c8.s10.3

Language
German

c8.s10.3

Opfer begleiten den Lauf des Tages, des Monats, des Jahres. Zwar betreffs der beiden an den Tag geknüpften Handlungen, des morgendlichen und abendlichen „Feueropfers“, kann man zweifelhaft sein, ob sie der ursprünglichen Intention nach vollwertige Opfer sind; es scheint zutreffender, sie in erster Linie als die regelmäßige, freilich, wie sich von selbst versteht, kultisch ausstaffierte Bedienung des Opferfeuers zu verstehen, die zu dessen Erhaltung notwendig ist¹). Neben dem Feueropfer werden morgens und abends auch Speisegaben an alle Wesen dargebracht. Man bedenkt die im Hause und um das Haus waltenden Götter und Genien; an der Schwelle und im Mörser, im Bett und in der Wassertonne legt man Speise hin. Auch den Seelen der Hingegangenen gießt man im Süden, der Himmelsgegend der Toten, eine Spende aus. Man wirft für Hunde und Vögel Futter hin. Man speist schwangere Frauen, Knaben, Greise.