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Die Religion des Veda c8.s10.5

Die Religion des Veda c8.s10.5

Language
German

c8.s10.5

Dem Monat folgt das Neumonds- und Vollmondsopfer, dem Jahreslauf vor allem drei um je vier Monate voneinander entfernte Feste an den Vollmondstagen um den Beginn von Frühling, Regenzeit, kühler Jahreszeit. Die beiden Hauptpunkte des Mondmonats, unter ihnen vornehmlich der Vollmond, hinter ihnen zurücktretend dann noch der Halbierungspunkt der abnehmenden Monatshälfte: dies sind nach der einfachen Ordnung des Veda die regelmäßigen Festzeiten. Ein Kalender, der, wie die Fasten des alten Rom, ohne Unterschied Tage von jeder beliebigen Lage innerhalb des Monats zu Festtagen gemacht hätte, mit den Spuren allmählichen Werdens, des Zusammenwachsens hierher und dorther stammender Elemente, war nicht vorhanden. Den gewiß im Lauf der Zeit von der priesterlichen Beflissenheit immer stärker empfundenen Ansprüchen der zahlreichen Gottheiten auf Anteil an den regelmäßigen Opfern genügte man nicht durch Einrichtung neuer Feste, sondern dadurch, daß man die alten immer größeren Götterscharen gelten ließ: keines der regelmäßigen vedischen Opfer wird —