Die Religion des Veda c8.s10.66
Die Religion des Veda c8.s10.66
- Language
- German
c8.s10.66
Was nun weiter die übrigen neben Indra in zweiter Linie beim Somaopfer beteiligten Gottheiten anlangt, so kommt als ein hauptsächliches Dokument über diese zunächst die Litanei in Betracht, die den vornehmsten Platz unter den der Morgenpressung angehörenden Rezitationen des Hotar einnimmt[^3), die „Litanei der Gabeldeichsel“ (Praüga-śastra). Wir können sie mit großer Bestimmtheit in den Ṛgveda zurückverfolgen, der mehrere in Einzelheiten allerdings voneinander abweichende Exemplare dieser Litanei enthält¹). Die Götterreihe ist — unter Beiseitelassung jener Abweichungen — die folgende: Vāyu — der Wind, der vielleicht als schnellster der Götter den traditionell feststehenden Anspruch auf den ersten Trunk des Soma hat —, dann die Paare Indra und Vāyu, Mitra und Varuṇa, die beiden Aśvin; weiter noch einmal Indra, Alle Götter, endlich Sarasvatī. Wenn wir dann im Ritual der jüngeren Texte bei der Morgenpressung noch von den drei Gehilfen des Hotar Litaneien an Mitra-Varuṇa, Indra und das Paar Indra-Agni vorgetragen finden, so bringen diese Daten zum Kreis der genannten Gottheiten noch Agni hinzu, allerdings nicht als für sich selbst stehend, sondern in der Gesellschaft Indras; mehrere ṛgvedische Hymnen machen das hohe Alter dieses Götterpaars als eines somaempfangenden wahrscheinlich²). —
Linked texts (1)
- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit