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Die Religion des Veda c8.s2.9

Die Religion des Veda c8.s2.9

Language
German

c8.s2.9

Man sieht, wie hier neben dem Varuṇaopfer, bei dem das Erbarmen des Gottes erfleht wird, als hauptsächlichster Sühnakt in der Zeremonie mit dem Tellergebäck eine Handlung von ganz anderer Natur steht. Nur oberflächlich ist ihr der Charakter eines Opfers angeheftet; der hier und in ähnlichen Fällen begegnende Ausdruck „Wegopfern“ (*ava-yaj*) weist vor allem auf ein Wegtun hin, das die im Opferwesen befangene priesterliche Phantasie zu einem Opfern umgedeutet hat, ähnlich wie der nach dem gewöhnlichen Opfer vollzogenen Verbrennung solcher Gegenstände, die vermöge des von ihnen aufgenommenen Charakters der Geweihtheit nicht ohne Gefahr mit dem profanen Leben in Berührung gebracht werden können, die gleiche Umdeutung widerfahren ist. An den Tellern haftet die Schuld der Hausgenossen, an jedem einzelnen die Schuld einer Person; mit der Opferung, d. h. mit der Verbrennung der Teller ist die Schuld verbrannt.