Die Religion des Veda c8.s5.40
Die Religion des Veda c8.s5.40
- Language
- German
c8.s5.40
Die dem Gott dargebrachten Teile des Opfertiers zerfallen in zwei Massen, deren Darbringung zwei getrennte Akte des Rituals ausmacht. Ist das Tier getötet, so wird zunächst das Netz (omentum), einer der fettreichsten Körperteile, herausgezogen, gekocht und mit aller Feierlichkeit dargebracht¹). Die Ritualtexte schreiben hinter dieser Handlung Geschenke an die Priester und Reinigungen vor²); es ist deutlich, daß hier ein Abschnitt gemacht ist. Hinterher wird dann das übrige Tier zerlegt³), die Fleischstücke gekocht und unter Vorausschickung eines Reiskuchens Abschnitte der einzelnen Stücke dem Gott geopfert⁴). Andere Abschnitte genießen die Priester. Was übrig bleibt, wird an die Priester, den Opferer oder danach verlangende Brahmanen verteilt⁵), bis auf das Schwanzstück, das für eine hauptsächlich den Götterfrauen geltende Schlußzeremonie aufgehoben wird. So sind die Opferung des Netzes und die von Abschnitten der übrigen geeigneten Körperteile zwei getrennte Handlungen. Ich teile darüber einige Sätze aus Āśvalāyanas⁶) Beschreibung des Aṣṭakātieropfers mit. „Er tötet das Tier nach der Ordnung des Tieropfers . . . zieht das Netz heraus und opfert mit dem Verse: ‚Bring das Netz, o (Agni) Jātavedas, zu den Vätern, wo du sie in der Ferne weilend weißt. Mögen Ströme von Fett ihnen zufließen. Mögen alle diese Wünsche sich erfüllen. Svāhā!‘ Dann von den abgeschnittenen Stücken (der übrigen Körperteile) und von der gekochten Speise, mit den Versen“ — usw.