Die Religion des Veda c8.s7.12
Die Religion des Veda c8.s7.12
- Language
- German
c8.s7.12
¹ Man findet reiche Materialien über diesen Gegenstand in Tylors Anfängen der Kultur (deutsche Übers.) II, 411 ff., vgl. auch Lang, *Myth, Ritual, and Religion* I, 111 ff.; Ed. Lehmann, Mystik 9 ff., usw. Hier sei noch erwähnt, daß bei den Küstenbewohnern des nordwestlichen Amerika sich der vom Gott inspirierte Zauberer (Hametze), wenn er zu einer Festlichkeit geladen ist, durch Hunger und Abgeschlossenheit in der dunkelsten Ecke seines Hauses auf das Fest vorbereitet, denn der Brauch erheischt, daß der Heilige blaß und hager aussieht (*Ausland* 1890, 269). Ganz ähnlich der vedischen Dīkṣā. Noch bei den Schotten kommt es vor, daß *a person was wrapped up in the skin of a newly slain bullock*; die betreffende Person wird an einem wilden, einsamen Ort niedergelegt und empfängt dann Inspirationen (Lang a. a. O. I, 107). — Das Sichzurückziehen in eine dunkle Ecke, das Sichumhüllen mit einer Tierhaut u. dgl. wird zu den im primitiven Kult so unendlich häufigen Vorsichtsmaßregeln gehören, durch die man sich in besonders feierlichen oder gefährdeten Momenten gegenüber schädlichen Geistern zu sichern sucht. So wird bei den Indianern die menstruierende Frau mit schwarz bemaltem Gesicht unter einer ledernen Zeltdecke eingesperrt (Ploß, Das Kind ² II, 434), und viele ähnliche Sitten finden sich, über die z. B. Wilken in seinen Aufsätzen über das Haaropfer (*Revue coloniale intern.* III. IV) Sammlungen gibt. Siehe auch *Encycl. of Religion and Ethics* V, 761 f.