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Die Religion des Veda c8.s7.36

Die Religion des Veda c8.s7.36

Language
German

c8.s7.36

Zur Schlußzeremonie⁴), die am Ende des Opfers der Dīkṣā entspricht, steigt man vom Opferplatz zum Wasser hinab. Die Opfergeräte, die mit Soma in Berührung gewesen sind, auch die ausgepreßten Somaschößlinge werden untergetaucht, ebenso das Antilopenfell, das bei der Dīkṣā gedient hat, und anderes mehr. Schließlich steigen der Opferer und seine Gattin sowie die Priester selbst ins Wasser. Mann und Frau reinigen einander den Rücken. Beim Heraussteigen legen sie frische Gewänder an. Die Opferspenden und Sprüche, welche diese Riten begleiten, richten sich vor allem an Varuṇa, den Befreier von Schuld; die Bitte um diese Befreiung tritt in verschiedensten Formen hervor. „Hundert und tausend Ärzte hast du; o König. Weit und tief soll deine Gnade sein. Treibe Haß und Untergang in die Ferne. Auch die vollbrachte Sünde löse von uns.“ Und in einem Spruch, der an das personifizierte Reinigungsbad selbst gerichtet ist: „Du hast die von den Göttern gottbegangene Sünde hinweggeopfert und die menschbegangene der Menschen. Aus deiner Weite schütze uns, Gott, vor Schaden.“