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Die Religion des Veda c8.s8.57

Die Religion des Veda c8.s8.57

Language
German

c8.s8.57

Eine andere mit dem Schulkursus des Sāmaveda verflochtene Observanz ist die „Sonnenobservanz“; bei ihr ist alles darauf gerichtet den Brahmanen in Verbindung mit der Sonne zu setzen. „Die, welche diese vollziehen, tragen nur ein Gewand. Sie lassen nichts zwischen sich und die Sonne kommen außer Bäumen und Schutzhütten. Sie steigen nicht tiefer als bis zu den Knien ins Wasser außer auf Anweisung ihres Lehrers“ ¹). Ganz ähnlich eine dem Yajurveda zugehörige Observanz für den, der das Opfer der heißen Milch (Pravargya, Gharma) lernt oder vollzieht: „Er hat folgendes zu beobachten. Er darf sich im Sonnenschein nicht bedecken — ,ich will nicht vor ihm (dem Sonnenwesen) verborgen sein‘. Er darf im Sonnenschein nicht ausspeien — ,ich will ihn nicht bespeien‘. Er darf nicht im Sonnenschein seinen Urin lassen — ,ich will ihn nicht beschmutzen‘. So weit sein Schein reicht, so weit reicht er — ,ich will ihn nicht durch jene Dinge verletzen‘. Nachts soll er bei Licht essen: damit macht er sich ein Abbild dessen, der da glüht“ ²). Die Stelle schließt dann freilich mit Worten, in denen der Geist eines anderen Zeitalters lebt: „So aber sprach Āsuri: Nur eine Satzung ist es, in der die Götter wandeln, die Wahrheit. Darum soll er allein die Wahrheit reden.“