Pramāṇa · Search · About · API

Die Religion des Veda c9.s1.47

Die Religion des Veda c9.s1.47

Language
German

c9.s1.47

Zur weiteren Ausmalung der himmlischen Glückseligkeit haben uns schon die oben mitgeteilten Verse an Soma (S. 531 f.) einige Züge geliefert. Die sonstigen Äußerungen des Ṛgveda wie des Atharvaveda stehen damit ganź im Einklang. Irdische Unvollkommenheit ist abgetan: das bedeutet nicht innere Erhebung zu ethischen Idealen, sondern Beseitigung körperlicher Gebrechen; die Seligen „haben die Krankheit ihres Leibes hinter sich gelassen; sie sind nicht lahm, nicht krumm von Gliedern“³). Sie verkehren droben nicht mit Yama allein, auch mit himmlischen Göttern. „Beide Könige“, so wird bei der Bestattung dem Toten nachgerufen, „die an der Geisterspeise sich erfreuen, Yama sollst du sehen und den Gott Varuṇa (Ṛv. X, 14, 7) — Varuṇa wohl als den Vornehmsten der Götter, die in den himmlischen Lichtregionen herrschen, vielleicht auch als den höchsten Kenner der Schuldigen und der Sündlosen. Anderswo ist die Rede von den Seligen, die Wagengenossen Indras und der Götter sind (Ṛv. X, 15, 10). Yama zecht unter einem wohlbelaubten Baum zusammen mit den Göttern; dort erschallen Lieder und Flötenspiel (Ṛv. X, 135, 1. 7); gewiß sind auch die Seligen als Teilhaber an diesem festlichen Treiben zu denken; Soma trinken die einen, andere Honig oder geschmolzene Butter (X, 154, 1).

Cites (1)