Die Religion des Veda c9.s2.14
Die Religion des Veda c9.s2.14
- Language
- German
c9.s2.14
Hierher haben wir es auch zu stellen, wenn der Yajurveda, wo im Opferritual eine Grube vorkommt, sie als „Sitz der Väter“, „Welt da die Väter sitzen“ zu benennen pflegt¹); sodann wenn es in einem Zaubergebet um die Rettung eines dem Tode Nahen heißt: „Ich habe dich herausgerissen von der unteren Erde zur oberen: da mögen dich Aditis Söhne behüten, beide Sonne und Mond“ (Av. VIII, 2, 15): der Aufenthalt der Toten ist hier also als eine „untere Erde“ gedacht, die von Sonne und Mond nicht beschienen wird. Schon oben (S. 540) zeigten wir, daß die Welt des Todes — ohne Beziehung auf Hölle und Höllenstrafen — als das „unterste Dunkel“ bezeichnet wurde: mit Rücksicht auf den ganzen Kreis der hier beigebrachten Zeugnisse wird man dazu neigen, solche Äußerungen in Verbindung mit einer Anschauung zu bringen, die in Yamas Reich nicht eine Welt der Seligen im Himmel, sondern eine unterirdische Schattenwelt sah²).
Linked texts (1)
- Atharvavedasaṃhitā — Atharvan & Aṅgiras, Sanskrit